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 Night of thousand faces.


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Wesen : Eine Promenadenmischung zwischen Dämon und Engel.


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BeitragThema: Night of thousand faces.   Sa Okt 31, 2015 2:41 pm

Ein Abend und tausende Gesichter.
Engel, Dämonen, Geister, Untote und allerhand andere gruselige Gestalten versammeln sich heute an einem Ort, sorgen für eine schaurig schöne Stimmung, heute auf dem großen Maskenball.
Während die einen sich auf der Tanzfläche vergnügen, können all jene, die es nicht so mit dem Tanzen haben, sich an dem großen Buffet verköstigen, das kaum einen Wunsch offen lässt und einfach der Live-Band lauschen, die für die musikalische Begleitung heute sorgt.


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Dazuposten: ja, nach Absprache.

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Sa Okt 31, 2015 4:29 pm

Aidan war, gelinde gesagt aufgeregt. Heute war Halloween und Tristan ging mit ihm auf einen Maskenball.
Es war das erste mal für ihn.
Bisher hatte er Halloween, genau wie jedes andere Fest, nur als außenstehender beobachten können. Sicher, er hatte versucht irgendwie Teil daran zu haben, aber selbst an diesem Tag hatte man ihn mehr gemieden, als die Schauergestalten, die von Haus zu Haus zogen und Süßigkeiten einforderten.
So hatte er Jahr für Jahr den anderen nur zusehen können, wie sie ihren Spaß hatten.

Umso fröhlicher war er nun, wo Tristan etwas mit ihm unternahm, nachdem er eigentlich davon ausgegangen war, das er wieder alleine sein würde , während alle um ihn herum sich vergnügten. Er hatte sich wirklich schon fest auf einen Einsamen Abend eingestellt gehabt.
So hatte er auch keine Ahnung, was ihn auf einem Maskenball erwarten würde und blickte immer wieder nervös und unsicher zu Tristan, während sie durch die Straßen zum Veranstaltungsort gingen.
Dabei wurde jeder von Aidans Schritten von einem hellen, lieblichen Läuten begleitet, das von den Glöckchen stammte, die er um den rechten Knöchel gebunden hatte.
Und auch sah Aidan heute alles andere als schaurig aus. Er war eher der hübsche Vampir von Neben an, der aus 1001 Nacht zu stammen schien, da Aidans Kleidung eher orientalisch angehaucht war. Zusätzlich war die Pluderhose, die er trug, an den Seiten von der Hüfte bis zum Knöchel aufgeschlitzt.
Ein Vampir eben, der seine Opfer erst verführte, ehe er ihnen die Zähne in den Hals schlug.

Leise seufzend strich er sich eine Strähne seines Haares aus den Augen, in welches einige Perlen eingeflochten waren, und blickte wieder hinüber zu Tristan ,ein leises "Danke...das du mich mit nimmst" , flüsternd und danach leicht lächelnd. Er war eben wirklich dankbar, da er einfach nicht ganze damit gerechnet hatte.
Danach sah er aber wieder die Straße entlang, als er Musik hörte und staunte nicht schlecht, als er das Gelände sah, auf dem schon einige Menschen versammelt waren, tanzten oder einfach zusammen standen und sich fröhlich unterhielten.
" Du...Tristan, ich...ich kann gar nicht tanzen.
." , merkte er an und zuckte nervös mit den Schwingen, die für die Menschen nicht sichtbar waren.

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Mi Nov 04, 2015 9:03 pm

Halloween. Ein Fest, das Tristan bisher immer als unnütz abgestempelt hatte, als Profitmacherei, Angstmacherei - als alles, doch nicht als etwas Gutes. Das einzig positive, das dieses seltsame Fest der Menschen zu bieten vermochte, war Karies für die Kinder, Zahnschmerzen vom Feinsten, wenn die Eltern nicht richtig aufpassten. Nicht, dass es ihn kümmerte, und dennoch war das nur ein weiterer Grund dafür, dass der Dämon dieses Fest nicht verstand. 
Dieses Jahr aber, da hatte er sich nicht dagegen wehren können. Nicht einmal, weil man ihn dazu gedrängt hatte - ja, eigentlich war sogar das Gegenteil der Fall gewesen, zumindest anfangs. Doch wann immer sie an einem Plakat vorbeigegangen waren, angebliche Gruselgestalten abgebildet,  oder an den kunstvoll geschnitzten Kürbissen, hatten Aidans Augen so sehr geleuchtet, dass er sich schließlich seufzend an der Vorkasse für diesen Ball wiedergefunden hatte. Ohne Aidan. Das Gesicht, als er Aidan seine Karte überreicht hatte, war unglaublich gewesen - so viel Freude hatte der Dämon jedenfalls selten erlebt. 
Heute aber, an diesem Abend, da könnte sich der Dämon für diesen dämlichen Einfall beinahe selbst in den Hintern beißen. Nicht nur, dass der Halbengel sich während des Ankleidens und Schminkens aufgeführt hatte wie ein Huhn, das gerade gesehen hatte, wie ein Artgenosse sich freiwillig einem Fuchs hingab - nein. Auch er selbst hatte sich in ein Kostüm zwingen müssen. 
Schwarzer, enger Stoff lag jedenfalls direkt auf seiner Haut, darüber der übliche Mantel - und doch war es anders als sonst, hatte er sich doch noch einen pompösen Kragen angesteckt, der steil hinter seinem Kopf empor ragte, etwa auf einer Höhe mit den Hörnern abschloss. Die Hörner hatte er blutrot gefärbt, die Farbe war ihm sogar über die Haare gelaufen, von dort auf die weißen Tücher getropft, die er sich kunstvoll zusammengebauscht hatte, um sie als eine Art französische Krawatte zu verwenden. 
Aidans leise Worte ließen ihn nur stumm lächeln. Das Glück in den Augen des Mischlings war noch immer faszinierend, und Aidan war auch der einzige, für den er diese Tortur auf sich nehmen würde. 
Dann allerdings folgte etwas, womit er nicht gerechnet hatte. "Du.. du kannst WAS nicht?", stieß Tristan hervor, könnte beinahe entsetzt wirken, wütend - und doch war er einfach nur mehr als überrascht. Seufzend schüttelte er dann allerdings den Kopf. "Du wirst tanzen müssen. Aber immerhin bist du nicht so schwer, dass es schmerzen würde, wenn du mir auf den Fuß trittst." Eine Aussage, die wohl nicht ganz fair war - der Zusatz aber war es wohl noch weniger, wenn es auch nicht böse gemeint war, als Tristan schulterzuckend hinzufügte: "Ist ja auch egal. Dann lernst du eben gleich die Frauenschritte~" 

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Sa Nov 07, 2015 6:30 pm

Aidan war wirklich völlig aus dem Häuschen gewesen, als Tristan mit den Karten gekommen war und sie ihm gegeben hatte. Er war ihm freudestrahlend regelrecht um den Hals gefallen.
Und auch auf den ganzen Weg hier her hatte er immer noch vor Freude gestrahlt.
Jetzt aber,als Tristan die überraschte Frage aus stieß, da erlosch diese Freude ein wenig und er zuckte leicht zusammen.
"Tut...tut mir leid. Aber ich habe es bisher nie gebraucht. Wer erwartet auch schon von Straßendreck, dass er tanzen kann?" Er seufzte etwas resigniert und hüllte sich etwas in seine Schwingen ein, wie er es in solchen Situationen immer zu tun pflegte. Er wirkte fast schon ein wenig beschämt darüber, dass er nicht tanzen konnte, schien es doch etwas selbstverständliches zu sein.
Aber woher sollte er es auch können ? Niemand hatte es ihm beigebracht. So stand er also etwas geknickt da - zumindest so lange, bis dieser das mit den Frauenschritten erwähnte.
Da verschränkte er die Arme trotzig vor der Brust, schnaubte gar empört und hob den Kopf wieder an.
"Was soll das jetzt heißen? Wie kommst du auf die Idee, dass ich mir die Frauenrolle aufzwingen lasse? " fragte er und in seinen Augen glitzerte es dunkel. Aidan wollte natürlich keinen Streit vom Zaun brechen, aber ein wenig sturköpfig konnte er eben doch sein. Allerdings hielt auch diese Laune nicht lange bei ihm an, denn da ging ihm noch ein ganz anderer Sinn in Tristans Worten auf, woraufhin die Augen des halbengels wieder zu glitzern anfingen. "Du willst mir tanzen beibringen? Oh, Tristan. ." Lächelnd fiel er ihm also wieder um den Hals, schmiegte sich mit einem leisen Schnurren an und drückte ihm überschwänglich einen Kuss auf die Wange.
"Danke. Das ist so toll von dir. Du bist super!"
Der Halbengel grinste wieder breit und fröhlich, als er sich von ihm löste. Aidan konnte einen mit seinen Stimmungsschwankungen wohl immer wieder überraschen. Von resigniert,über trotzig-empört zu wieder überglücklich in nicht mal ganz drei Minuten.
Und plötzlich schien auch das mit den Frauenschritten wieder vergessen zu sein, auch wenn Aidan so oder so am Ende nachgegeben hätte, damit Tristan seine Meinung am Ende nicht komplett änderte. Denn am Rand versauern und dem Dämon dabei zusehen, wie er vielleicht mit jemand anderem tanzte, das wollte er auch nicht - auch, weil er sonst sicher ein wenig eifersuchteln würde.
Nun aber konnte er es kaum mehr abwarten, endlich auf den Ball zu kommen und griff sich sanft und ein wenig scheu Tristans Hand, um ihn hinter sich her zum Eintritt zu führen und seine Karte herauszuholen. Immerhin mussten sie diese ja dort vorzeigen, damit sie rein kamen.

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   So Dez 06, 2015 7:35 pm

Kopfschüttelnd betrachtete Tristan den Mischling, war schon wieder kurz davor, sich aufzuregen, dass Aidan nicht immer über seine Vergangenheit jammern sollte - doch es kam anders. Erst wurde er geschimpft, voller Unglauben angesehen, ja, es schien sogar, als wolle Aidan seinen Plan, das Tanzen zu erlernen, aufgeben, so sehr empörte er sich darüber, die Frauenschritte tanzen zu müssen. Irgendwie war es ja witzig, wie sehr man ihn mit einer solchen Kleinigkeit aus der Fassung bringen konnte... 
Plötzlich, noch unerwarteter als der Ärger, hing der Mischling ihm am Hals. Vollkommen überfordert lagen die hellen Augen des Dämons auf ihm, betrachteten ihn voller Unverständnis, seufzte letztlich, als ihm der Sinn dessen aufging, was Aidan von ihm wollte. Sich bedanken wollte er sich. Mit einem Kuss. Nicht, dass es ihn stören würde, und dennoch seufzte Tristan gleich noch einmal, ehe er streng meinte: "Super ist was für Weicheier. Bezeichnest du mich als ein Weichei?" Doch noch ehe Aidan sich beschweren konnte, lachte er, zog ihn an sich, ehe er sich löste und dann weiter ging, nach der Hand des Halbengels greifend. 
"Und weißt du: wenn ich nichts gesagt hätte, wüsstest du gar nicht, dass es die Frauenschritte sind, die du tanzt~", setzte er mit einem schmelmischen Grinsen nach, ohne zu Aidan hinüber zu sehen - und dennoch lachte er leise in sich hinein, als er den bedröppelten Gesichtsausdruck vor sich erscheinen sah. Der Abend würde sicherlich interessant werden. Und wenn es nur war, weil er auf seine Füße aufpassen musste, damit sein fröhlicher Mischling sie ihm nicht vor lauter Glück und Tanzeseifer zerstörte. 

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Do Dez 17, 2015 3:57 pm

"Was? Ich wollte dich doch nicht..." fing Aidan an, als Tristan ihn fragte, ob er ihn ein Weichei nennen wollte. Aidan bekam fast einen halben Herzinfarkt und starrte den Dämon etwas verunsichert an, bis Tristan anfing zu lachen und ihn an sich zog.
Oh, Tristan hatte wohl nur einen Witz gemacht. Ihm war schon das Herz in die Hose gerutscht! Er war es einfach nicht gewohnt, das Tristan scherzte.
aber nun schmiegte er sich an, vergrub kurz das Gesicht an Tristans Hals und biss ihm als Rache für den Schreck kurz leicht in den Hals -immerhin ging er ja als Vampir -, ehe er zurücktrat und dann Hand in Hand mit Tristan zum Eingang ging.
Allerdings hielt Aidan nach Tristans Einwurf kurz inne und stolperte fast,bevor er rot anlief und wirklich so bedröppelt drein sah, wie Tristan es sich vorstellte.
"Ähmmm..." war das einzige, was der Mischling dazu zu sagen hatte und sah verlegen zu Boden.Nun,da hatte Tristan einfach recht - hätte er nichts gesagt , hätte er es wirklich nicht bemerkt.
So war Aidan nun erstmal hochrot im Gesicht, bis sie das Gelände betraten und sich an Tristans Seite schmiegte, ein wenig besitzergreifend eine Schwinge um des Dämons Rücken legend. Die anderen sollten bloß nicht so gucken!Tristan war sein Freund!
Und so trat er nun langsam etwas scheu auf die Tanzfläche, als die Band ein langsames Lied zu spielen befann und sah zu Tristan. "Also...wie geht das jetzt? Also tanzen?" fragte er leise und lächelte leicht, während er schon unbewusst damit begann, im Takt zur Musik etwas zu schunkeln. Also hatte er zumindest schonmal Taktgefühl, sollte ja eine gute Vorraussetzung sein.





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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   So Jan 17, 2016 3:11 pm

Aidans Reaktion war göttlich. Allerdings rückte sie bald in den Hintergrund, so, wie sie die Location betraten und von allerlei Gruselgestalten umgeben waren - Gruselgestalten, die nicht immer schaurig waren, wenn er ehrlich zugeben musste. Allerdings hatte sich so ziemlich jeder große Mühe gegeben, sich zu verkleiden - und er wollte gar nicht wissen, wie viele Stunden so manches Wesen vor dem Spiegel gestanden hatte, um eine solche Schminke zu zaubern. 
Etwas erstaunt war Tristan doch, als Aidan ihn sofort auf die Tanzfläche zog. Eigentlich hatte er erwartet, dass der Mischling erst zusehen wollte. Stattdessen wollte er sofort anfangen - und wiegte sich sogar schon im Takt. Eine wirkliche Schrittfolge schien es allerdings für dieses Lied nicht zu geben, zumindest kannte Tristan keine - und auch die anderen schunkelten oder schmusten eher, statt richtig zu tanzen. 
"Komm her", flüsterte Tristan rau, legte die Arme um Aidans Taille und zog ihn an sich, strich an einer Seite des Halbengels hinauf, so lange, bis dieser den Arm heben musste - und Tristans Finger wanderten weiter, Aidans Blick fest gefangen mit seinem eigenen. Letztlich ließ er von dem Arm ab, legte ihn sich hinter den Hals, führte die selbe spielerisch-erotische Prozedur erneut durch, strich sogar sanft mit den Lippen über die des Mischlings - verheißungsvoll, verführerisch, ohne ihn richtig zu berühren. Dass sie mit diesem Schauspiel von einigen verwundert, von anderen neugierig und von wieder anderen mit verschleiertem Blick beobachtet wurden, während Tristan sich mit Aidan im Takt wiegte, dabei immer wieder Reibung mit seinem Körper gegen den des Mischlings aufbaute, ein laszives Spiel spielend, kümmerte den Dämon kaum, heizte ihn eher noch weiter an, so lange, bis er sich zum Ohr des Mischlings hinabbeugte. "Willst du wirklich noch tanzen? Weiter genießen?" Rau war die Stimme, wie sie über das Ohr Aidans glitt, auch die Zunge schnellte kurz hervor, doch dann zog sich Tristan zurück, ein winziges Stück, lachte leise - diese Art des Spiels, sie machte ihm Spaß, war um ein Vielfaches besser als das Tanzen der Standarttänze. 
Ob er Aidan mit einem anderen Tanzpartner wohl zeigen durfte, welches Bild sie gerade abgaben? Oder würde der Mischling dann vor Eifersucht zergehen, den Abend nicht mehr genießen können? 
Reizvoll, das musste Tristan allerdings zugeben, war es durchaus, den Mischling zu reizen, ihn anzuheizen, obwohl er gar nicht aktiv dabei war. Erst, das wusste er aber, musste er ihm deutlich machen, dass er der einzige war, den er wirklich begehrte - und dass er der einzige war, mit dem er wirklich tanzen wollte. 

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   So Jan 17, 2016 8:35 pm

Aidan blinzelte nur einen Moment, als er die geflüsterten Worte vernahm und dann auch schon von dem Dämon an sich gezogen wurde, was ein Lächeln auf Aidans Lippen und gleichzeitig eine sanfte Röte auf dessen Wangen zauberte. Er lehnte sich nur allzu gern leicht gegen Tristan und begann dann heftig zu Schaudern, als Tristan ihm an der Seite hinauf strich, eine Gänsehaut dort zurück ließ und dem so empfindlichen Halbengel ein leises Keuchen entkam, die Augen fast schon genüsslich für einen Moment schließend, bevor er wieder in die von Tristan sah, welche ihn regelrecht in ihren Bann zogen und ihn nicht mehr losließen. Aber Tristan hatte schöne Augen, in denen Aidan immer wieder gerne aufs neue versank.
Und währenddessen wurden die Schauer kaum weniger, die ihm immer wieder erfassten, während Tristan ihm auf diese gewisse Weise an der Seite hinauf fuhr, ihn irgendwann auf diese Weise zwang, den Arm zu heben, der wenig später seinen Platz um Tristans Nacken fand, die Finger dort an die warme Haut des Dämons schmiegend und wie von selbst ab und an mal sanft und kosend streichelnd.
Ob das, was sie hier taten, wirklich noch tanzen war oder nicht, war ihm da auch völlig egal, denn es fühlte sich um Welten besser an, ließ ihn eigentlich innerhalb kürzester Zeit zu Wachs in Tristans Armen werden, während er immer mal wieder vergeblich versucht, Tristans Lippen für einen Moment länger bei sich zu halten, es aber dann doch schaffe, sich einen kurzen Kuss zu stehlen und sich zeitgleich nur noch etwas enger anschmiegend, die Augen inzwischen langsam einige Nuancen dunkler gefärbt – was bei Aidan eben keinesfalls nur ein Anzeichen von Wut war, wie Tristan inzwischen wissen dürfte.
Der Halbengel genoss das hier viel zu sehr. Die Nähe zu dem Dämon und dessen Berührungen, die ihm immer wieder einen Schauer durch den Körper schickten, ihm ab und an sogar ein leises, genüssliches Seufzen entlockten, das Aidan nicht unterdrücken konnte.
Tristans Bewegungen folgte er nebenbei einfach von selbst, was ja nicht schwer war. Man musste sich ja nur passend zum Takt wiegen und dazu konnte er sich einfach an Tristan orientieren, an den er sich geschmiegt hatte, den zweiten Arm auch längst um dessen Nacken geschlungen und ein ständiges Lächeln auf den Lippen und irgendwie ließ sich Aidan dann auch von diesem Spiel anstecken, beugte sich kurz vor und drückte Tristan einen Kuss gegen den Hals, während er ihm mit einer Hand neckend über die Brust fuhr, ehe er plötzlich Tristans warmen Atem über sein Ohr und einen Teil seines Nackes wehen spürte, inne hielt und dann den Worten lauschte und sich leicht über die Lippen leckte, während er einen Moment nicht so recht wusste, wie er am Besten klar machen sollte, dass er weiter machen wollte. Er genoss das hier wirklich zu sehr, was man auch daran erkannte, dass seine Augen inzwischen eher Schwarz mit nur noch wenigen blauen Einschlägen waren – und ein wenig verschleiert. Das einzige, was er aber noch heraus bekam war ein heiseres, leises „Tristaaan..“ , während er sich wieder anschmiegte, die Arme um den Nacken des Dämons schlang und damit wohl deutlich genug machte, dass er ihn gerade noch nicht so recht gehen lassen wollte. Dieser verfluchte Dämon machte ihn noch wahnsinnig – auf eine durchaus angenehme Art und Weise, aber immer noch wahnsinnig und er war regelrecht süchtig danach. Wie jemand, der von einer Droge abhängig war, nur dass sein 'Suchtmittel' so viel besser war.

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Di Feb 02, 2016 3:55 pm

Ein laszives Spiel war es, das Tristan mit Aidan spielte, unendlich sanft und verführerisch - kein Porno, kein Film der Welt konnte dieses Schauspiel überbieten, die Gefühle nachspielen, die sie zur Schau stellten, die so unglaublich echt waren, dass es schon beinahe schmerzte, nicht mehr zu tun, die Berührungen nicht zu intensivieren. Auch dem Halbengel schien es zu wenig zu sein, wie das leise Wimmern bewies.
Schon bald aber war das langsame Lied zu Ende, ein etwas schnelleres wurde angespielt, mit deutlicherem Takt - perfekt zum Tanzen, soweit Aidan denn noch in der Lage dazu war. Sanft löste er sich also von dem Mischling, hielt ihn allerdings bei sich, lächelte ihn an, sanft, fasziniert und irgendwie... belustigt. Es machte Spaß, ihn zu ärgern, und gleichzeitig war es faszinierend, wie schnell er sich hatte fallen lassen, trotz der vielen Wesen um ihn herum - sowohl Menschen als auch Dämonen und Engel spürte er hier. Ob Aidan sie auch spürte?
"Jetzt musst du deine Füße so setzen", gab er leise Anweisungen, machte Aidan die Schritte vor, die zum Discofox gehörten - ein Tanz, den ein jeder können musste, wenn er auf eine normale, irgendwie moderne Party wollte.
Es war süß, wie der Mischling sich anstrengte, um ihm zu folgen, richtig nachzumachen, was er ihm vortanzte - und trotzdem schien er ab und an über seine eigenen Füße zu stolpern, zumindest fing Tristan mehr als einmal einen Sturz ab, ohne große Kommentare.
Die meisten, die ihnen zugesehen hatten, hatten sich inzwischen verzogen, tanzten selbst, die meisten leichtfüßig wie Elfen, andere hingegen waren wahre Trampeltiere und sorgten regelmäßig für kleinere Reibereien auf der Tanzfläche, wenn sie jemanden anrempelten. So, wie sie selbst.

Schließlich genügte Tristan die Übung, die er Aidan hatte zukommen lassen, zeigte ihm sanft, wie er die Hände zu legen hatte - eine auf Tristans Arm, die andere in seine Hand, während er selbst eine Hand an Aidans Rücken führte. Leise zählte er ein - und führte Aidan sicher, zumindest so sicher, wie es bei einem Anfänger eben ging.


[Magst du... im nächsten Post evtl schreiben, dass die beiden jemanden anrempeln einen halbnackten Dämon vielleicht? der sich die Brust schwarz geschminkt hat, so... nach dem Motto: 'berühr mich und du siehst, wo du schon überall warst', oder so? und der dann, weil vorhin zugeschaut, Tristan dazu auffordert, beim nächsten langsamen Tanz mit ihm zu tanzen, weil es sonst Stunk geben würde? o.o]

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Mi Feb 03, 2016 1:48 am

Aidan schmiegte sich noch etwas enger beim Tanzen an Tristan an, vergrub sogar immer mal wieder kurz das Gesicht an dessen Hals oder erhaschte sich einen Kuss, während er leicht schauderte und sich regelrecht zu verlieren schien, in diesem Spiel, dass Tristan mit ihm spielte. Inzwischen fiel es dem Halbengel einfach so unfassbar leicht, sich fallen zu lassen, solange Tristan bei ihm war und er sich bei ihm in Sicherheit wusste. Und es fiel ihm erst recht leicht, wenn er gerade der Mittelpunk von Tristans Aufmerksamkeit war. Dann war er gerne bereit, sich auf so etwas hier einzulassen, solange es nur sanft war und für Aidan nicht zu weit ging.
So hatte er sich gegen Ende nur völlig vertrauensvoll wieder gegen Tristan gelehnt, die inzwischen Nachtschwarzen Augen geschlossen, mit dem Kopf an Tristans Schulter, als das Lied plötzlich zu Ende ging und etwas schnelleres gespielt wurde.
Der Halbengel hob den Kopf, immer noch vollkommen berauscht und vernebelt von dem gerade, so dass er die ersten Herzschläge lang einfach verwirrt aufsah, nicht verstand, was Tristan vor hatte, bis sich sein Verstand etwas klärte und er langsam verstand, was der Dämon nun wollte.
Aidan blinzelte noch ein paar mal, ohne dass seine Augen dabei deutlich heller wurden und lächelte schließlich, langsam dann damit beginnend, zu versuchen, den Schritten zu folgen, die Tristan ihm zeigte.
Und der Halbengel stellte sich dabei anfangs wirklich etwas dämlich an, war noch nicht konzentriert genug und stolperte immer wieder mit einem entschuldigenden und verlegenen Lachen über Tristans Füße, immer mal wieder kichernd, ganz als wäre er betrunken –  vor Glück und Liebe.
Aber er gab sich wirklich Mühe und irgendwann klappte es auch ganz gut, so dass er dann sich auch von Tristan führen ließ, es aber nicht ganz verhindern konnte, dass er ab und an kurz aus dem Takt kam und sie dann jemand anrempelten.

Und einmal war der Zusammenstoß sogar derart heftig, dass es Aidan trotz allem von den Beinen riss und er mit den Armen rudernd nach hinten kippte und ….er überraschender Weise aufgefangen wurde, von dem, gegen den er gerade mehr oder minder gerannt war. Entschuldigend blickte der Halbengel auf und blinzelte dann direkt ein paar mal, als er glaubte nur einen Totenschädel zu erblicken, bis ihm aufging, dass das nur aufgemalt war und die gesamte restliche Haut schwarz angemalt worden war – nicht nur das Gesicht, sondern auch der ganze Oberkörper war Schwarz, außer dort, wo die Rippen aufgezeichnet waren.
Und noch etwas irritierte den Engel. Irgendwie...nun, ging von dem Typ fast das gleiche Gefühl aus, wie auch von Tristan..dieses dämonische..aber was das dann wirklich ein Dämon?
Solltest besser aufpassen, wo du hintrittst, Engelchen..“, raunte er ihm leise zu und ehe er sich versah, war Aidan auch schon neben Tristan gesprochen, schmiegte sich regelrecht an diesen an und schlang einen Arm um ihn, recht misstrauisch drein schauend. Mit Dämonen hatte er ja nicht sonderlich gute Erfahrungen gemacht – von Tristan mal abgesehen.
Dementsprechend verspannt war nun Aidan auch und spannte sich noch mehr an, als der Andere mit einem belustigten Lächeln in Aidans Richtung näher kam und sich zu Tristan hinüber beugte. „Wie ich sehe gehört der Kleine zu dir, also ist dir doch sicher daran gelegen, Ärger zu vermeiden, nicht wahr?“, der andere Dämon senkte die Stimme noch ein Stück ab und sah kurz aus den Augenwinkeln zu Aidan. „Ich hab euch beide vorhin gesehen...und wenn du nicht willst, dass ich das eben deinem gefiederten Freund übel nehme, dann wird er bei dem nächsten ruhigen Lied dabei zusehen müssen, wie wir das gleiche Bild liefern....nur noch ein wenig reizender, denn das was ihr da abgeliefert hat war zwar gut...aber es geht auch besser!
Aidan, der direkt neben dran stand, glaubte sich verhört zu haben und schnappte leise nach Luft, die Federn sträubend und einen Schwinge fast schon besitzergreifend um Tristans legend, die Eifersucht nur allzu deutlich im Blick. Tristan sollte auf die gleiche Weise wie vorhin mit jemand anderen tanzen? Genauso...verführerisch und irgendwie ..intim? Ein Gedanke, der dem Halbengel auf den ersten Blick gar nicht schmeckte, weshalb er sich noch etwas mehr gegen Tristans Seite schmiegte, während der Andere leise lachte „Komm, es ist nur ein Tanz, nicht mehr, nicht weniger. Oder vertraust du deinem Partner nicht genug?“, sein Blick wanderte wieder fragend und gleichzeitig auf-und herausfordernd zu Tristan hinüber, während Aidan bei diesen Worten das Kinn hob und den Dämon anfunkelte. „Natürlich vertraue ich ihm! Was fällt dir ein, dass in Frage zu stellen! Tanz eben meinetwegen, wenn er auch will.“, knurrte Aidan wahrlich empört darüber, dass irgend wer auch nur ansatzweise sein Vertrauen in Tristan in Frage stellte. Dieser genoss nämlich so viel mehr als nur sein Vertrauen, auch wenn er doch irgendwie Eifersüchtig war und etwas mit sich zu kämpfen hatte. Er gab Tristan einfach ungern her, immerhin war er sein Partner und ja, der Halbengel konnte durchaus auch etwas Besitzergreifend sein. Also drückte Aidan nebenbei Tristans Hand, was eigentlich seinen Worten lügen strafte, denn es machte deutlich, dass Aidan Tristan immer noch nicht >weggeben< wollte.

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Do März 24, 2016 3:54 pm

Irgendwie war es süß, wie sehr Aidan sich anstrengte, die Schrittfolge so schnell wie möglich zu verinnerlichen. Und Tristan musste zugeben - schlecht machte Aidan das bestimmt nicht. Es war vollkommen normal, ab und an aus dem Takt zu kommen, und wenigstens war er nicht besonders schwer, sodass es nicht wirklich schmerzte, wenn er einen Tritt abbekam. 
Obwohl sie immer wieder Leute anrempelten und sich entschuldigen mussten, schien niemand sonderlich empört zu sein darüber - und als Aidan allmählich sicherer wurde, driftete Tristan langsam gedanklich ein wenig ab. Ein fataler Fehler, war er es doch eigentlich, der dafür sorgen musste, dass Aidan mit niemandem zusammenstieß. Ob es nun seine Fahrlässigkeit war oder ein Schrittfehler des Mischlings, das konnte Tristan nicht genau sagen, doch er spürte, wie ihm Aidan aus den Armen glitt, zu Fallen drohte - und gefangen wurde. Erleichterung durchströmte Tristan. So lange, bis er registrierte, dass es ein Dämon war. Sofort schlug seine Erleichterung in Vorsicht um, wenn er auch noch immer dankbar war. Nichtsdestotrotz legte er sofort einen Arm schützend und Aidan, als er wieder sicher auf den Füßen stand, betrachtete das kunstvoll geschminkte Gesicht, spürte neben sich die Anspannung des Halbengels - und spürte, wie er selbst vorsichtig wurde, als ihm der Blick gewahr wurde, mit welchem sie betrachtet wurden. Auch die Art und Weise, wie der Fremde sich zu ihnen beugte, war seltsam, das Lächeln - gefährlich. 
Mit zusammengebissenen Zähnen lauschte Tristan den Worten des Größeren. Früher hätte er gegen dieses Angebot wohl nichts einzuwenden gehabt - treu war er immer geblieben, keine Frage, doch er hatte auch gewusst, dass Minato es genoss, ihm zuzuschauen. Bei Aidan aber war es etwas Anderes, das spürte er nur zu deutlich. 
Doch was sollte er tun? Würde hier ein Kampf ausbrechen - sie würden sich diesem Fremden anschließen, denn obwohl Waffenstillstand herrschte... wurde dieser gebrochen, wären die gemischten Geschöpfe sicherlich die ersten, die dran glauben mussten. 
Herausfordernde Worte wurden an Aidan gerichtet - und insgeheim musste Tristan ihnen Recht geben. Es war nur ein Tanz. Ein intimer zwar, und doch war es nur Tanz. Nur Show. Zumindest zwischen ihm und dem Fremden. Hoffentlich. Wie früher. 
Wäre die Situation nicht so schwierig und nicht eigentlich klar, dass es keinen anderen Ausweg gab, Tristan hätte gelacht. Darüber, dass alles so bizarr war - und darüber, dass Aidan seine Worte doch nicht so meinte, wie er sie sagte. Es war der pure Trotz, der da aus ihm sprach, das war nur überdeutlich. Doch er drängte es zurück, lächelte Aidan stattdessen sanft an, küsste ihn zart und tief, löste sich nur ganz langsam wieder von ihm. "Er hat Recht, Aidan. Zwischen ihm und mir wird es nur ein Tanz sein. Niemals so intensiv wie zwischen dir und mir. Und mir bleibt nichts anderes übrig." '.. zumindest nicht, wenn ich dich beschützen möchte.'
Noch einmal drückte er Aidan an sich, dann löste er sich sanft von ihm, griff seine Hand und meinte: "Wenn du mit mir Tanzen möchtest, dann warte hier. Soweit ich weiß, dürfte das nächste Lied passend sein."  Dann geleitete er Aidan an einen Platz nahe der Tanzfläche. Hier konnte er, wenn er wollte, alles beobachten, konnte aber auch wegsehen. "Du musst nicht zusehen, wenn du nicht möchtest.", flüsterte Tristan ihm zu, drückte noch einmal kurz die Hand des schönen Halbengels, ehe er sich mit einem aufmunternden Lächeln umdrehte und zurückging zu dem geheimnisvollen Fremden. 
Und so, wie er auf ihn zuging, den Blick spürte, der an seinem Körper hinauf- und hinunterwanderte, da ergriff ihn das alte Fieber. Die alte Vertrautheit in einer solchen Situation. Und auch, wenn es ihm nicht gefiel, spürte er auch, dass er die Kontrolle würde abgeben müssen. Dass der Andere einer der wenigen war, die in der Lage waren, ihn zu führen - und er war jemand, der ihm das nicht beweisen musste. 
Dieses altbekannte Kribbeln, das sich einstellte, seinen ganzen Körper überzog, ließ ihn fast schon aufgeregt Lächeln, voller Vorfreude. So Leid es ihm für Aidan tat - er liebte dieses Spiel. Genoss es. Und doch, er würde immer wieder zu seinem Freund zurückkehren, denn ihn konnte niemand ersetzen. 
Langsam begann die Musik zu spielen. Die Tanzfläche wurde ruhiger, ja, schien sogar leerer zu werden. Die Paare, die keine waren, schienen sich zu verziehen. Kurz sah Tristan sich nach Aidan um, lächelte ihm zärtlich zu - und dann wandte er sich wieder an den Fremden mit der faszinierenden Schminke. "Okay. Tanzen wir." 

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Fr Apr 01, 2016 1:40 pm

Aidan trat nur noch dichter an Tristan, als er dessen Arm um die Schultern spürte und musterte den Fremden misstrauisch, die ganze Zeit über, selbst nach seinen trotzig ausgesprochenen Worten noch. Er wollte einfach nicht, dass Tristan mit dem Fremden tanzte, denn zu einem Teil hatte er Angst, dass es Tristan am Ende mit diesem mehr Spaß machte, als mit ihm selbst – weil er es eben nicht so gut konnte, auch wenn er sich ja bemühte.
So sah er auch nur auf, als er Tristans Lächeln bemerkte und schlang ihm die Arme um den Nacken, den sanften Kuss erwidernd, auch wenn er es irgendwie komisch fand, sich vor dem Fremden zu küssen. Aber sich wieder lösen wollte er trotzdem nicht, allerdings tat es Tristan eben schließlich doch und versicherte ihm, dass es nichts weiter als ein Tanz wäre, nicht mehr. Und Aidan nickte, biss sich kurz auf die Lippe und warf dem anderen Dämon dennoch einen recht giftigen Blick zu, der nur allzu deutlich machte, dass er von dem allem hier einfach gar nichts hielt.
So knirschte er nur leise mit den Zähnen, als Tristan seine Hand griff und ihn von der Tanzfläche weg führte, nachdem er den anderen zum Warten aufgefordert hatte.
Ein leicht gereizter Blick traf selbst Tristan, als dieser meinte, er müsse nicht hinsehen, wenn er nicht wollte, auch wenn Aidans Blick danach wieder sanft wurde und er nickte „Mal..mal sehen...hab nur nicht zu viel Spaß ohne mich..“, raunte er, versuchend es wie einen Scherz klingen zu lassen, auch wenn er seine Worte durchaus so meinte. Zeitgleich aber ermahnte er sich selbst, dass er nicht so eifersüchtig sein sollte, nur weil Tristan mit jemand anderen tanzte. Tanzen war ja nicht gleich Fremdgehen oder so...glaubte er zumindest.
Sich auf die Wangeninnenseite beißend sah er sich kurz um und lief zu einem der gedeckten Tische, auf denen man Getränke und kleine Snacks fand und nahm sich einen der alkoholfreien Cocktails, die angeboten wurden. Früher hatte er sich oft betrunken, um den Schmerz in seiner Seele etwas zu dämpfen, aber seitdem er Tristan hatte, hatte er kein Verlangen mehr danach.
Wobei er sich doch irgendwo etwas alkoholisches Wünschte, als er wieder zur Tanzfläche sah.
Denn dort hatte der Tanz längst begonnen, nachdem die Musik eingesetzt hatte und Aidan war nicht blind und hatte zuvor durchaus diese...gewisse Vorfreude bemerkt. Am Liebsten hätte er Tristan wieder von der Tanzfläche gezogen, aber er stand dennoch nur da und starrte zu den beiden tanzend hinüber.
Der größere Dämon hatte zugleich die Führung übernommen, Tristan an sich gezogen und ließ ihm die Fingerspitzen neckend über den Rücken wandern. Spielte mit dem kleineren Dämonen das selbe laszive Spiel, dass dieser zuvor mit Aidan gespielt hatte.
Nur musste genau dieser zähneknirschend zugeben, dass das, was die beiden dort abgaben, um längen...reizender aussah. Beide wussten eben, wie sich zu bewegen hatten, ganz im Gegensatz zu Aidan selbst. Der Halbengel seufzte, nicht wissend ob er lieber weg- oder hinsehen wollte, denn auf gewisse weise war es ja schon fesselnd, den beiden tanzenden zuzusehen.
Der Fremde mit seinen geschmeidigen, lasziven, fast schon provokanten Bewegungen und eben Tristan selbst, an dem Aidans Augen so oder so immer hingen.
Nervös biss er sich auf die Lippen, als der Fremde einen Blick über Tristans Schulter hinweg zu ihm hinüber warf und es war allzu klar zu sehen, dass ihm das hier gefiel. Es ihm gefiel, zu wissen, wie der Halbengel scheinbar mit sich zu kämpfen hatte und dieses Spiel mit dem Kleineren zu spielen. Es machte umso mehr Spaß, wo er einen doch recht erfahrenen Tanzpartner zu haben schien. Sie beide wussten, welche Bewegungen oder scheinbar mal zufällig, mal ganz gezielten Berührungen welche Wirkung hatten. Und es war fast zu schade, dass es nur bei diesem Tanz bleiben würde, denn er hatte so seine Vermutung dass der Blauhaarige nicht nur ganz nett tanzen konnte.

Und Aidan derweil konnte sich unterdessen doch nicht mehr so recht von diesem paralysierenden Anblick lösend. Den beiden gehörte inzwischen fast die gesamte Tanzfläche, sahen doch auch die meisten anderen den beiden wie gebannt zu. Das Getränk in den Händen war inzwischen auch völlig vergessen worden und Aidan leckte sich nur kurz über die Lippen. Nein, ihm passte es nach wie vor nicht, dass Tristan mit dem Anderen tanzte, aber trotz aller Eifersucht hatte es doch etwas an sich..

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Do Jun 30, 2016 1:12 am

Durchaus bewusst war dem Dämon, dass Aidan die Situation alles andere als genoss - und so, wie er zu ihm zurück blickte, wünschte er sich, es würde irgendwie anders laufen. So, dass er selbst sich nicht so sehr auf diesen Tanz freuen würde - oder Aidan es mit mehr Leichtigkeit nehmen könnte. Allerdings musste er zugeben - er selbst könnte es auch nicht, und er zollte Aidan großen Respekt dafür, dass er ihn gewähren ließ statt zu fordern, dass sie sich auf den Heimweg machten. Auch, wenn der Geschminkte diese Forderung sicherlich nicht anerkannt hätte, die Situation möglicherweise eskaliert wäre. 
Plötzlich spürte er den Blick wieder - noch eindringlicher als zuvor lag er auf ihm, und obwohl er eben noch auf Aidan geachtet hatte, wandte er sich nun ab, dem Namenlosen zu - und das Kribbeln kehrte zurück, die Vorfreude und der Wunsch, den starken Dämon doch noch ein wenig herauszufordern, sich ihm nicht einfach so darzubieten. 
Im selben Augenblick wie die ersten Töne erklangen, fand sich Tristan in den Armen des Fremden wieder - wohlbehütet, geschützt - geführt von einem Fremden. Erst sträubte er sich, wehrte sich förmlich dagegen, übertrumpft zu werden. Doch noch während er sich sträubte, den Bewegungen des Größeren nur ungern nachkam, brachten ihn die Fingerspitzen auf seinem Rücken um den Verstand. 
"So gefällst du mir", raunte der Fremde direkt an seinem Ohr, biss hinein - und entlockte Tristan damit ein leises Keuchen. Oh, wie hatte er das vermisst! Sich fallen lassen zu dürfen, und doch aufgefangen und gehalten zu werden! 
Nun, wo er sich in den Tanz gefügt hatte, bekam er ein wenig mehr Freiraum, durfte nun seinerseits berühren und sogar für einen winzigen Moment die Führung übernehmen - und doch gab er sie schnell wieder ab, sogar fast freiwillig, als er spürte, wie eine Hand des Fremden sich zwischen ihre Körper stahl. "Nicht", warnte er leise, ein kurzes Blitzen der Augen - und der Geschminkte lachte, beugte sich mit dem Oberkörper zurück, hielt sich an Tristans Schultern, der der Bewegung geschmeidig ein wenig folgte, fast, als wäre er durch unsichtbare Schnüre an den anderen gekettet. Als dieser sich wieder aufrichtete, wich Tristan allerdings nicht zurück, konnte es auch gar nicht, wurde festgehalten. "Dein kleiner Freund kann gar nicht genug sehen." Direkt an seinem Ohr waren die Worte gesprochen worden, und er schauderte, trotz oder gerade wegen der Bedeutung. "Lass ihn in Frieden. Der Tanz war der Deal." - "Was, wenn ich mehr will als das?" Tristan schluckte, schloss die Augen - und schüttelte endlich den Kopf. "Solange er nicht möchte, dass es so ist - niemals." 

Als das Lied endete, wirbelte ihn der fremde Dämon einmal quer über die inzwischen leere Tanzfläche, presste ihn eng an sich - und es war gut so. Nicht nur einmal drohte Tristan, über die eigenen Füße zu fallen, unelegant auf dem Boden zu landen, doch die starken Arme hielten ihn aufrecht, ja, sorgten sogar dafür, dass er für wenige Sekunden über dem Boden schwebte, den Halt verlor und seine Arme sich fest hinter dem Hals des Anderen verschränkten. 
Schließlich blieben sie stehen - direkt vor Aidan. Von Tristan unbemerkt, der den Kopf schwer atmend gegen die Brust des Größeren sinken ließ, von diesem aber sicherlich beabsichtigt, denn nur kurz ließ er ihn verschnaufen, als er auch schon sein Gesicht nach oben zwang, ihm fest und unbarmherzig den Mund auf die Lippen presste. Tristans Augen weiteten sich, er wollte protestieren - und erntete dadurch eine Zunge, die sich vorwitzig zwischen seinen Lippen hindurch bahnte. Seine Lider flatterten, drohten, sich zu schließen, sich erneut fallen zu lassen - doch er kämpfte dagegen an. Nicht hier. Nicht, wenn Aidan in der Nähe war. 
Noch bevor er weiter reagieren konnte - weder in die eine noch in die andere Richtung -, hatte sich der Größere gelöst - und sich den sichtlich wütenden und sprachlosen Aidan herangezogen. Kurz nur strich er ihm über die Wange, dann ließ er auch ihm einen Kuss zuteil werden - deutlich sanfter, liebkosender. Fast schon zärtlich strichen die Hände über den Oberkörper des Mischlings, reizten ihn auf eine ganz andere Art, als er es bei Tristan getan hatte. Sehr viel vorsichtiger, rücksichtsvoller. Und doch durfte auch Aidan spüren, dass der Fremde wusste, was er tat und wollte. 
"Lass ihn!", knurrte Tristan endlich, legte dem Fremden mit nachdrücklicher Sicherheit eine Hand auf die Schulter. "Das war der Deal, also lass ihn!" Es war nur zu offensichtlich, wie widerwillig sich der Geschminkte von dem Mischling löste - und augenblicklich zog Tristan ihn in seine Arme, hoffte, dass der Fremde keine alten Wunden aufgerissen hatte, alles halb so wild war. Und wenigstens hatte er wirklich auf ihn gehört, sich von seinem Aidan gelöst. 
"Ich möchte gerne mit euch kommen", erklärte der Fremde nach einigen Sekunden, betrachtete das Bild, das sich ihm bot, mit einer gewissen Faszination. Das könnte heiter werden~

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   So Jul 03, 2016 12:26 am

Nein, ihm passte das ganz und gar nicht. Auch wenn er den beiden relativ schnell wie gebannt zusah, so nagte doch immer die Eifersucht an ihm und seine Finger verkrampften sich immer wieder um sein Glas, wann immer der Fremde seiner Meinung nach ein wenig zu weit ging. So eben auch, als dieser sich vorbeugte und Tristan wohl irgendwas ins Ohr raunte und in selbiges biss. Und Tristan schien es auch noch zu gefallen. Nun...natürlich gefiel es ihm, immerhin hatte sich der Dämon sichtlich auf diesen Tanz gefreut – genoss ihn sogar, was Aidan nur noch nervöser werden ließ. Mal starrte er auf seine Füße, dann wieder in seinen Cocktail und ein anderes mal wieder zu den beiden Dämonen, die da so eng umschlungen tanzten.
Und Aidan musste sich wirklich ziemlich zusammnreißen, um nicht einfach auf die Tanzfläche zu stampfen, Tristan zu packen und den anderen Dämon anzuschnauzen, dass es jetzt genug sei. Ja, sicher, es war nicht mehr als ein tanz, nur irgendwie...konnte er sich einfach nicht damit anfreunden, Tristan mit jemand anderen zu sehen. Es tat weh!Und er hatte einfach Angst, dass man ihn vielleicht sitzen lassen würde...warum auch immer. Immerhin liebte Tristan ihn doch und er ihn, aber wer wusste schon. Er war immerhin nur irgendein daher gelaufener, mittelloser Mischling. Was konnte schon bieten? Er hatte ohnehin oft auch das Gefühl, vielleicht ab und an eine Belastung zu sein oder dergleichen.
Sich auf die Lippe beißend senkte er wieder den Blick, blinzelte gegen das leichte brennen in den Augen an und nahm einen Schluck, bevor er tief durchatmete. Hoffentlich war dieser Tanz bald vorbei, er wollte Tristan wieder für sich haben. Sich in seine Arme flüchten können und sich versichern, dass er noch immer bei ihm war und bleiben würde. Und dann wollte er den Abend noch mit ihm genießen und ihn ganz sicher nicht mehr los lassen.
Für alle anderen nicht sichtbar hüllte er sich in seine weichen Schwingen ein, versteckte sich ein Stück weit, schien sowas wie ein wenig Trost in der vertrauten Wärme zu suchen, während er den beiden nur zusehen konnte und jedesmal mit den Zähnen knirschte, wann immer der Bemalte Tristan so...berührte. So wie eigentlich nur er selbst es tun hätte dürfen. Und warum, warum ließ Tristan das zu? Warum sagte er nichts? Warum?
Wut und Eifersucht schlugen wieder hohe Wellen in dem Mischling und er stürzte den Rest seiner Drinks hinab, bevor die beiden scheinbar zu einem Ende kamen, als das Lied endete.
Aber statt erleichterung folgte nur noch mehr wut. Der Halbengel verkrampfte sich schlagartig, als die beiden vor ihm zum Stehen kamen und dieser Dreckskerl es auch erlaubte, Tristan zu küssen! Und Tristan..der tat nicht mal unbedingt was dagegen, schien sogar für einen Moment fast schon erwidern zu wollen. Nur sagen konnte er nichts, nur fällig sprach- und fassungslos zusehen, die Augen langsam wieder dunkler färbend. Er hätte toben können und schreien und …
Für einen Moment war in seinem Kopf alles wie leergefegt, als man ihn heran zog und er nur mit geweiteten Augen den größeren anstarren konnte, als man ihm die Lippen auf den Mund drückte. Nicht grob, sondern zärtlich und für einen Moment keuchte er leise auf, als man ihm über die Brust strich und ihn reizte. Aber dann kehrte der Zorn wieder zurück und Aidan war gerade im Begriff, dem Dämon in die Unterlippe zu beißen – fest und schmerzhaft, seinetwegen bis es blutete, dafür, dass er sich diese Frechheit erlaubte – als Tristan ihn schon weg schob und er im nächsten Moment schon wieder in eine Richtung gezogen wurde, diesmal aber in die sichere Zuflucht von Tristans Armen, welcher ihn verteidigte. Dem Dämon endlich klar machte, was sache war. Aidan selbst vergrub nun aber erstmal einfach leicht zitternd das Gesicht an der Brust des Gehörnten, versuchte sich zu beruhigen, wieder runter zu kommen, auch wenn er zuvor Tristan noch einmal schwach in die Brust kniff, bevor er aber die Arme um ihn schlang und einfach so dastand, immer wieder tief einatmend und versuchtend, die Wut und diese schreckliche Eifersucht loszuwerden. Und das Gefühl der Berührungen des Fremden. Nein, er mochte es nicht, so von Fremden angefasst zu werden und er hatte gute Gründe dafür und er war froh, das Tristan dazwischen gegangen war, denn nun erst im Nachhinein, wurde ihm auch die Angst bewusst, die man ihm eingejagt hatte.
Bei den letzten Worten des Fremden verkrampfte sich Aidan daher wieder, wusste nicht, ob er sich verhört hatte oder nicht. Mit ihnen kommen? Was dachte sich der Kerl eigentlich!
Und das war der Moment, in dem der zierliche Mischling schon wieder explodierte, sich herum drehte und den Dämon anfunkelte. „Was glaubst du eigentlich, wer du bist? Du hast deinen verdammten Tanz bekommen. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass da mehr drin steckt. Verflucht, Tristan gehört zu mir und ich zu ihm, also vergiss es! Was auch immer du dich dabei gedacht haben magst! Du bekommst Tristan nicht. Keinen von uns...“, fauchte der Weißhaarige aufgebracht, drückte sich an die Seite von Tristan und schlang die Arme etwas fester um diesen, wie um eben seinen Worten mehr ausdurck zu verleihen.
Wenn dieser Kerl dachte, ihm seinen Partner ausspannen zu können, sollte er es schnell vergessen. So funkelte er ihn nur noch ein wenig mehr an und schnaubte leise. Sein Blick wanderte kurz zu Tristan hinauf, schien zu fragen, ob er noch etwas ausgemacht hatte. Dem Fremden noch irgendwas anderes versprochen. So fiel sein Blick wieder zurück auf den Bemalten und er fügte nun noch leise an, ein wenig unsicher klingend: „Also...wenn...wenn du dich nicht zwischen uns drängst oder dergleichen....dann würde es vielleicht in Ordnung gehen? Wenn du dich an ein paar Dinge hältst...sonst werf ich dich hockkant wieder raus!“ Zumindest die letzten Worte wurden recht überzeugend hervorgebracht, dennoch sah er wieder zu Tristan hinauf, immer noch fragend und verunsichert. Er wusste nicht so recht, was er davon halten sollte, wenn der Fremde wirklich mit kommen würde. Zudem sich der Halbengel eben doch noch nicht so ganz vorstellen konnte, warum er das überhaupt wollte....

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Di Jul 19, 2016 2:17 am

Die Sprache war ein wunderliches Ding. Sie konnte Dinge ausdrücken, die man nicht fühlte, ohne, dass es andere merkten. Und andererseits konnte sie auch in der Art und Weise, wie etwas ausgesprochen wurde, zeigen, ob jemand verunsichert war, abgeneigt, zugetan oder doch irgendwie ein Mittelding. Diese Feststellung machte jedenfalls Tristan nun, während er den zitternden Halbengel in den Armen hielt, ihn schützend umfing und den fremden Dämon warnend ansah. Der Tanz war der Deal. Er durfte es nicht übertreiben! Nicht so, und nicht bei Aidan. Erst recht nicht bei Aidan. Schließlich hatte er sich selbst geschworen, auf diesen Mischling zu achten und ihn zu beschützen - vor körperlichen aber auch vor seelischen Verletzungen. 
Und doch wollte er Aidan entscheiden lassen, wie dieser Abend weiter verlaufen würde, ihn nicht bevormunden. Denn was, wenn er es irgendwann bereuen würde, das Angebot so mir nichts, dir nichts ausgeschlagen zu haben? Denn obwohl Aidan zitterte - er wirkte auf Tristan nicht panisch sondern einfach nur reichlich verwirrt, wütend, ratlos. Aber Panik? Das sah anders aus, zumal Tristan sich durchaus sicher war, dass der Kniff in seine Brust auch für ihn eine Zurechtweisung war. Für den Tanz. Für den Kuss. Unter anderen Umständen hätte der Dämon Aidan jetzt vielleicht gerügt, ihm gesagt oder gezeigt, dass es ihm nicht zustand - doch hier war nicht der Platz dafür, weder der richtige Ort noch die richtige Zeit. Dafür saß der Schreck einfach viel zu tief.  
Besorgt sah Tristan auf Aidan hinab, hatte sehr wohl gespürt, wie er sich verkrampft hatte, wie unangenehm und vielleicht auch angsteinflößend das Angebot auf ihn wirkte. Doch statt sich weiter hinter ihm zu verstecken, regte sich Aidan - und geigte dem fremden Dämon die Meinung, dass sogar Tristan erstaunt auf den Mischling hinabsah. Er wusste, dass Aidan diese Seite hatte, und doch wusste er auch, dass der Mischling sie nur selten herauskehrte, es vermied. Auch, weil die Seite des Engels in ihm normalerweise dagegen ankämpfte. Und doch, man merkte es ihm jetzt nicht an, dass er das Wesen des Engels ebenfalls mit in sich trug. Allerdings war eine Sache besonders für Tristan deutlich zu spüren: wenngleich der Tonfall Aidans nicht darauf schließen ließ, so spürte er doch, wie er mehr Körperkontakt suchte, sich enger an ihn drückte. Vielleicht, um Schutz zu suchen? In dieser Situation durchaus möglich - möglich aber auch, dass er einfach die Besitzansprüche bestätigt brauchte und seine Körpersprache doch zu den Worten passte, die er dem Fremden wie eine giftige Katze entgegenspie. 
Der Blick in seine Richtung blieb natürlich nicht verborgen. "Da braucht wohl jemand Unterstützung von seinem Partner?", säuselte der Fremde, äußerlich sichtlich unbeeindruckt von der Schimpftirade, lauschte dann allerdings weiter - ebenso wie Tristan, der nun mit großen Augen auf den Mischling starrte. Er spürte den Zwiespalt in Aidan, und doch konnte er ihm nicht wirklich helfen, war selbst noch ein wenig perplex davon, was der Halbengel da von sich gab. Im Gegensatz zu ihm aber fing sich der Fremde schnell wieder, stieß ein leises, beinahe verächtliches Lachen aus. "Glaub mir, ich will ihn nicht. Nicht so. Ich will nur ein wenig Spaß" Ein Grinsen hatte sich auf seinen Zügen breit gemacht - wenn es auch zumindest von Tristan nur aus den Augenwinkeln wahrgenommen wurde, er zärtlich den Mischling ansah, zärtlich und voller Bewunderung für seinen Mut. Sanft strich er ihm eine der weißen Strähnen hinter das Ohr. "Sieh mich nicht so flehend an, bitte. Es ist deine Entscheidung. Ich werde auf dich achten, wenn du dich dafür entscheidest - und entscheidest du dich dagegen, dann ist es ebenso in Ordnung. Du musst dich wohl fühlen." Er hielt inne, hauchte Aidan einen zarten Kuss auf die Stirn. "Aber wenn du meine Einschätzung brauchst: ich fühle mich sicher. Und ich spüre, dass er gut unterscheiden kann, wie er mit dir umgehen darf und wie er mit mir umgehen muss." Denn das unterschied sich. Und schon allein bei dem Kuss hatte sich gezeigt, dass der Fremde in dieser Hinsicht sehr feinfühlig war, durchaus wusste, wen er härter anfassen musste und bei wem es mehr Zärtlichkeiten bedurfte. 
Plötzlich spürte Tristan einen Arm an seiner Schulter, eine Hand in seinem Nacken, die ihn unsanft dazu zwang, zu dem Fremden zu sehen. "Das hast du schön gesagt. Aber so, wie ich das sehe, hätte es diese Überzeugungsarbeit nicht mehr gebraucht, oder?" Der Blick, der eben noch so hart und unerbittlich auf ihn gerichtet gewesen war, wurde sofort weicher, als er Aidan ins Visier nahm. Für Tristan nur ein weiterer Beweis dafür, wie genau der Fremde die Unterschiede zwischen ihnen abschätzen konnte. Auch seine Stimme wurde weicher, als er mit Aidan sprach - und gleichzeitig wurde doch der unerbittliche Druck in Tristans Nacken aufrechterhalten, bis die letzten Worte verklangen. "Also, kleiner Mischling: möchtest du diese Nacht mit mir und deinem Partner in meinem Hotelzimmer mit großem Pool verbringen, oder in vertrauter Umgebung?" Jetzt löste sich die Hand aus Tristans Nacken - und wanderte vorsichtig zu Aidans, kraulte diesen zart, die Augen aufmerksam. Wie sich dieses interessante Pärchen wohl entscheiden wollte? 
Nein. 
Nicht das Pärchen. Denn als Tristan Luft holte um etwas zu sagen, wurde der Blick aus den fast schwarzen Augen hart, wies ihn zurecht, ehe er wieder Aidan ansah, augenblicklich die Schärfe verlor. Oh ja, dieser Dämon wusste, was er tat - instinktiv. Und so, wie er Aidan gefragt hatte, konnte dieser auch keinen Rückzieher mehr machen... eigentlich. Und doch wusste Tristan - gab es auch nur die leisesten Anzeichen dafür, dass er sich mit dieser Entscheidung des Fremden nicht wohl fühlte, würde dieser sicherlich Rücksicht darauf nehmen. Anders ging es nicht. 
Und noch während Aidan zu überlegen schien, schob der Fremde sich zwischen sie, einen entschuldigend-belustigten Blick auf den Mischling werfend. "Du darfst gleich wieder zu ihm. Von mir aus auch in die Mitte. Aber entweder, ihr müsst mich zu eurem Heim führen, oder ich euch beide zum Hotel, nicht wahr?"

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Di Jul 19, 2016 11:10 pm

Aidan würde sich auch weiterhin leicht an Tristans Seite halten, einfach weil er die Nähe auch etwas brauchte, und eben seinen Worten damit etwas mehr ausdruck verleihen wollte. Vorsichtig verflocht er ihre Finger noch mit einander, fast schon ein wenig in sich hinein grinsend, als er Tristans überraschten Blick bemerkte. Sicher konnte er Leuten noch seine Meinung geigen, nur bei Tristan hatte er es meist nicht nötig.
Wohl aber bei diesem Fremden hier, der ihn immer wieder zur Weißglut brachte, obwohl der Mischling gerade dabei gewesen war, sich zu beruhigen. Auf die erste Äußerung ging er gar nicht weiter drauf ein, knirschte nur leise mit den Zähnen, ehe er ein leises „Gut so!“, schnaubte und dann wieder stutzig wurde. Spaß haben? Wie meinte der Dämon das nun?
Man konnte beobachten, wie es hinter Aidans Stirn ratterte, ehe sich die dunklen Augen des Mischlings langsam ein Stück weiteten, er die Lippen kurz öffnete und er für einen Moment den Dämon einfach nur anstarrte, nun endlich auch kapierend, was er wollte und weshalb er mit ihnen wollte. Und plötzlich war er sich gar nicht mehr so sicher, ob er das noch wollte. Entsprechend huschte sein Blick wieder verunsichert zu Tristan, tatsächlich fast schon flehend, darum, für ihn das nun zu übernehmen, zu sagen, ob er das auch wollte oder nicht.
Und er wirkte weiterhin nur etwas unsicher, auch als Tristan ihm eine Strähne sanft hinters Ohr strich und ihn so zärtlich anblickte, ihm erklärend, dass es seine Entscheidung war, wie das enden würde. Das er sich immerhin damit wohl fühlen sollte. Nur war das eben der Knackpunkt: Aidan wusste nicht, ob er sich am Ende damit wohlfühlen würde. Obwohl er dieses grenzenlose Vertrauen in Tristan hatte...zu einem Fremden hatte er es eben nicht. Würde es sicher auch nicht in so kurzer Zeit aufbauen können, auch weil diese alte Angst wieder da war, die trotz allen Bemühungen seitens Tristans noch immer da war, ab und an sogar noch aufblitzen konnte.
Die Schwingen zuckten nervös und für einen Moment schloss er die Augen, genoss den sanften Kuss auf die Stirn und lauschte Tristans Worten, nickte schließlich. Wenn Tristan das sagte...dann würde er sich auf dessen Einschätzung verlassen. Vielleicht hatte er ja ohnehin recht. Der Fremde schien durchaus ja direkt gespürt zu haben, dass er mit ihm nicht so grob umspringen konnte, wenn man den sanften Kuss bedachte. Und dennoch blieb er verunsichert.
Und so ganz passte es ihm auch nicht, dass sich der Fremde schon wieder so dazwischen drängt, und der Mischling stand kurz davor ihm anzufauchen, dass er Tristan in frieden lassen sollte und ihn nicht so im Nacken zu packen hatte, aber er kam gar nicht dazu. Er schnaubte nur leise, starrte den Dämon wieder mit einer Mischung aus Unsicherheit und Missmut an, während der Dämon direkt weiter sprach, wenn auch mit weicher Stimme.
Und plötzlich, da baute sich der zierliche Mischling vor ihm auf, verschränkte die Arme vor der Brust und legte die Flügel leicht an. „Ich bin nicht klein und wie kommst du auf die Idee, dass ich vornehmlich mit dir die Nacht verbringen will?“ , knurrte er leise. Allem Anschein nach hatte er die Frage einfach falsch gestellt. Für Aidan stand Tristan an erste Stelle und nicht der Fremde, wie es in der Frage geklungen hatte. Was fiel dem Kerl nur ein!
Nur verging Aidans gebärden recht schnell, als der Dämon sich zwischen ihn und Tristan drängte, auch wenn er meinte, er dürfte gleich wieder zu ihm. Aber man konnte beobachten, wie der Halbengel scheinbar wieder kleiner wurde und diesmal, da trat doch fast soetwas wie Panik in den Blick des Weißhaarigen. Plötzlich diesen Fremden vor sich zu haben, ohne bei Tristan zumindest etwas Schutz suchen zu können war ihm unheimlich. Extrem unheimlich, erst recht mit dem Gedanken daran, was der Bemalte von ihnen wollte. „Ich..ich weiß es nicht...ich weiß noch nicht mal, ob ich das will..“, kam es nun stotternd von dem Halbengel, der einen Schritt zurück wich, versuchte, an dem Dämon vorbei zu kommen, wieder hin zu Tristan. Und zeitgleich ratterte es wieder in seinem Kopf, versuchte eine Antwort auf die Frage zu finden. Eigentlich...da wäre er lieber in vertrauter Umgebung, weil er sich dort sicher fühlte , aber auf der anderenseite war die Hütte im Wald eben etwas...privates. Nur für ihn und Tristan bestimmt und für niemand anderes. Er würde nicht ständig daran denken wollen, dass in dem großen, weichen Bett auch mal jemand drittes lag. Das war nur etwas für Tristan und ihn, ihr kleiner Rückzugsort, wo sie untereinander sein konnten.
Mit einigen tiefen Atemzügen zwang sich Aidan wieder zur Ruhe, ehe er noch völlig in Panik geriet, ehe er ein leises „Aber..wenn...dann dein Hotel?“, von sich gab, noch immer verunsichert und leicht verängstigt sogar zu dem Fremden hinauf blickend, bevor es ihm tatsächlich gelang, sich geschwind an ihm vorbei zu drängen und wieder hin zu seinem Liebsten.
Hoffend, das er die richtige Entscheidung getroffen hatte und es am Ende nicht bereute. Allerdings war Tristan ja noch immer bei ihm, würde sicherlich auf ihn acht geben, würde nicht zu lassen, das man zu weit ging, ihm nicht weh tat.
So brauchte er nun noch ein paar Herzschläge lang, bis er sich wieder gefasst hatte, kurz zu Tristan hinauf blickte und wieder zu dem Fremden, diesmal wieder sicher und mit fester Stimme: „Gut, versuchen wir es. Wo geht es zu deinem Hotel?“
Es war für den Mischling eine riesige Überwindung, dieses Experiment tatsächlich einzugehen, fand den Mut dazu eigentlich nur, weil er Tristan vertraute und weil dieser ja dabei sein würde und weil er sich selbst sagte, dass man es ja sicher auch noch Abbrechen konnte, sollte er sich dabei doch nicht gut fühlen. Und er weiß, vielleicht half es ihm am Ende auch, ein wenig besser mit seiner Angst zurecht zu kommen...und mit seiner Eifersucht.

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Do Jul 21, 2016 10:07 pm

Unwissenheit war etwas süßes. Zumindest bei diesem Mischling, der erst jetzt zu verstehen schien, was hier lief, auf was er, der Fremde, der Fädenzieher, hinaus wollte. Oh, wie sehr er es genoss, den Mischling zu beobachten, zu sehen, wie es hinter seiner Stirn ratterte! Und dann? Erkenntnis. Verunsicherung. Angst. Ein Hilfe suchender Blick. Aha. Diesen Mischling würde er wohl nicht knacken können, nicht so wie den Dämon, mit dem er getanzt hatte. Dafür war die Unsicherheit in ihm zu groß, ebenso das Misstrauen, das für einen Moment aufblitzte. Oder täuschte er sich da? Nein, er täuschte sich nicht, hatte sogar das Gefühl, dass Tristan durchaus wusste, dass sein Partner eine Entscheidung von ihm verlangte. Doch anstelle einer Entscheidung gab er eine Einschätzung, wie er das ganze sah - und beinahe hätte er einen anerkennenden Blick geerntet. Beinahe. 
Ein spöttisches Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Oh, wie schön der Mischling aufbrausen konnte! Und doch konnte er ihn nicht wirklich ernst nehmen - etwas, das in dem Lächeln und in seinem Blick in diesem Moment nur zu deutlich mitschwang. Nein - nicht ernst nehmen war die falsche Formulierung. Er musste ihn in gewisser Weise ernst nehmen, wollte es auch - aber so? Nein. Das hier war ohne wirklichen Halt, mehr ein Aufbäumen vor dem Nachgeben, zumindest fühlte es sich für ihn so an - und so schnell, wie der Kleine in sich zusammen fiel, als er ihn von seinem Halt trennte, bestätigte sich dieser Eindruck nur noch. Er sah die Angst, die Panik, doch er verstand sie nicht, lauschte den Worten. Er hielt den Kleineren nicht´einmal ansatzweise so fest wie den Dämon, und doch schien es ihn vollkommen aus dem Konzept zu bringen. Letztlich ließ er ihn gehen - zu seinem Partner flüchten. Was wohl vorgefallen war, dass der Kleine so reagierte? - Nein, eigentlich wollte er es nicht wissen, wenngleich er diese Information abspeicherte. Er würde noch besser aufpassen müssen, als er erwartet hatte. 
Tristan nahm die Trennung deutlich entspannter auf, wenn er auch dem Namenlosen einen warnenden Blick zuwarf. Er kannte Aidan. Und er wusste, dass dieser in einer solchen Situation Angst haben konnte und würde. Er hatte versprochen, auf ihn zu achten! 
Doch es schien dem Fremden schon selbst klar zu sein, denn sobald er eine Antwort von Aidan hatte, ließ er einen erfolgreichen Fluchtversuch geschehen - und Tristan schloss den Mischling für einen Moment fest in seine Arme, spürte, wie er zitterte, und wisperte leise, beruhigende Worte an seinem Ohr, nur für ihn bestimmt. Er würde ihn beschützen, vor seiner Vergangenheit und deshalb vor dem Fremden, wenngleich er diesem einen kurzen, dankbaren Blick zusandte. 
Als Aidan sich ein wenig löste, ihm in die Augen sah, erkannte Tristan eine Entschlossenheit, die ihn erstaunte - und die ihn lächeln ließ. Auch die Worte, die Aidan jetzt aussprach, klangen sicherer, weniger ängstlich. Das war gut, dachte Tristan erleichtert. Es wäre für ihn wirklich grausam, mitansehen zu müssen, wie Aidan sich zu etwas zwang, weil er das Gefühl hatte, er, Tristan, wollte es so. Doch er fand keinen Widerwillen in dem Blick des Mischlings, glaubte sogar, vorsichtige Neugier zu erkennen. Also nickte er leicht. 
"Gut, dann kommt mit." Es war eher ein Befehl denn eine Bitte - doch es war okay. Selbst die Hand, die in seinem Rücken lag und ihn schon fast unbarmherzig vorwärts schob, ließ er gewähren, während er Aidan sicher an seiner Seite wusste, sich sicher sein konnte, dass er damit einverstanden war. 
Stumm gingen die drei nebeneinander her, zwei Dämonen und ein Mischling. Nein. Ganz nebeneinander war es nicht, der Fremde lief ein kleines Stück hinter ihnen, dirigierte Tristan durch wechselnden Druck an seinem Rücken. Die warme Hand war angenehm, wenngleich es Tristan durchaus ein wenig störte, dass er sie vor sich hertrieb wie Vieh auf dem Weg zu einem Schlachter. Nur gut, dass Aidan diesen Vergleich nicht kannte, und hoffentlich stellte er keine ähnlichen Vergleiche an. "Tristan, mach die Augen zu. Mischling? Du bist dafür verantwortlich, dass er nicht stolpert." Ungläubig drehte Tristan sich halb nach hinten, doch noch bevor er den Blick des Dämons erhaschte, spürte er einen Klaps auf den Hintern. "Ja, ich meine das ernst. Und ich denke, dein Freund und ich schaffen es, dich gut hinzubringen." Unwillig knurrte Tristan, blickte dann allerdings zu Aidan, lächelte - richtete den Kopf wieder nach vorn und schloss die Augen. 
Es war ein seltsames Gefühl, so blind durch die Gegend zu laufen, sich nur auf die richtungsanzeigenden Berührungen und Aidans Warnungen zu verlassen - und mehr als einmal glaubte er, sich den Weg selbst anschauen zu müssen. Zumal er das Gefühl hatte, die Gruppe auszubremsen. Aber für den Moment fügte er sich, verglich den Weg mit dem Tanz, während dessen Ende der Fremde ihn so mühelos auf den Beinen gehalten hatte. Es würde schon gut gehen. Es musste. 
Irritiert runzelte Tristan die Stirn, als er Treppen hinaufsteigen musste, bei denen der Fremde ihn unbarmherzig vorwärts schob, ihm kaum Zeit ließ, die nächste Stufe zu suchen. Ein Mal stolperte er deswegen, riss die Augen auf - doch schon spürte er zwei starke Arme, die ihn hielten, und so ließ er die Lider wieder sinken. Als sie oben ankamen, waren es noch fünf Schritte, dann blieb der Fremde stehen - zumindest verklangen seine Schritte und auch die Verbindung zwischen ihnen riss ab, woraufhin Tristan stehen blieb, fragend den Kopf neigte. "Wir sind da", verkündete der Namenlose, und Tristan konnte eine Tür hören, die sich öffnete. "Mischlingswesen, willst du deinen Freund nicht hineinführen?"

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   So Jul 24, 2016 1:29 am

Und Aidan war mehr als nur froh, sich endlich wieder in die Sicherheit von Tristans Armen flüchten zu können. Dorthin, wo er sich sicher fühlte, Schutz und Geborgenheit, sowie Nähe fand. All das, was er nun so sehr zu brauchen schien und was ihm dabei half, sich zu beruhigen, seine Angst zu vertreiben. Denn Angst oder gar Panik bekam er selbst nach all der Zeit, nach all den Bemühungen Tristans, noch immer, wenn ihn jemand Fremdes so sehr bedrängte. Ja, selbst dem Blauhaarigen gegenüber geschah es noch ab und an, dass er Angst bekam, meist dann, wenn man ihn überraschte, etwas tat, womit Aidan nicht gerechnet hatte oder was er nicht hatte einschätzen können. In solchen Momenten blitzte die alte Angst, die so unendlich tief in ihm saß, selbst Tristan gegenüber noch auf, der Person, der er am meisten Vertraute und welche er am meisten liebte auf dieser Welt.
Allerdings half die leise, sanfte Stimme an seinem Ohr, die ihm beruhigende Worte ins Ohr flüsterte, ihm half, wieder zu sich zu finden und wieder ruhig zu werden. Es half so gut wie immer, wenn Tristan einfach auf ihn einsprach und ihn vorsichtig im Arm hielt.
So konnte man spüren, wie der Halbengel sich wieder entspannte und das Gesicht noch für einige Momente an der Brust des Älteren vergrub, dort verharrte und sich noch etwas anschmiegte,ein leises „Ich liebe dich...“, flüsternd, so, dass selbst Tristan vielleicht Probleme damit haben könnte, ihn zu verstehen. Erst dann hob er wieder den Blick, nun wieder gefasst und anschließend eben die Antwort des Fremden abwartend, am Ende neben Tristan herlaufend, die Finger leicht mit denen des Dämons verschränkt und sich dicht bei ihm haltend, ihm nicht einen Schritt von der Seite weichend. Als die Aufforderung an Tristan gestellt wurde, die Augen zu schließen, da war Aidan selbst einen Moment lang überrascht, lächelte dann aber sanft und flüsterte ein leises „Ich gebe auf dich acht, keine Sorge..“ und drückte Tristans Hand kurz sanft.
Und dann setzten sie sich wieder in Bewegung und Aidan würde fortan immer Tristan rechtzeitig warnen, auch bei den Stufen würde er letztlich ein leises „Achtung, Stufen...“, von sich geben, dem Fremden einen kurzen, mahnenden Blick zu werfen, als er Tristan so voran trieb, dafür sorgte, dass der Gehörnte fast fiel. Aidan schreckte schon vor, wollte selbst Tristan fangen, als der andere Dämon ihm zuvor kam, seinen Geliebten davor bewahrte, zu fallen und Aidan stieß ein erleichtertes Seufzen aus, Tristan kurz musternd, sich versichernd, das nichts geschehen war und auch dem Fremden ein kurzes, dankbares Lächeln schenkend, auch wenn sein Blick noch immer etwas mahnendes hatte, wenn nicht gar noch ein schwacher Anflug von Missfallen.
Und nun, da wo sie vor der Zimmertür standen, da zögerte Aidan wieder, starrte auf die Tür und dann zu den beiden Dämonen, nervös mit den Schwingend zuckend, sogar einmal kurz leicht schlagend, das ein schwacher Luftzug entstand. Er wusste nun doch nicht mehr so ganz, ob er es wirklich wagen wollte. Es war noch immer das Misstrauen da...aber vor allem die Angst davor, dass man ihm wieder weh tun würde, ihm wieder etwas antat. Aber...Tristan war doch bei ihm und er wusste, dass dieser auf ihn acht geben würde, es nicht zu ließ, dass man ihm etwas antat, egal was.
So zog er letztlich wieder mal seine Kraft und Zuversicht aus dem Gehörnten, nickte leicht und flüsterte ein leises „G-Gut...“, griff Tristans Hand wieder etwas fester und blickte nochmal den Fremden an. „Aidan..ich heiße Aidan!“ fügte er noch an, da es ihm nicht passte, dass man ihn ständig Mischling nannte. Er wollte nicht ständig vor Augen geführt bekommen, dass er nirgendwo wirklich dazu gehörte. Nichts halbes und nicht ganzes zu sein schien. Irgendeinen billige Promenadenmischung eben, die niemand haben wollte, derer man sich sogar schämte und die nichts wert zu sein schien. Wobei, für Tristan musste er ja einen Wert besitzen, sonst würde dieser ihn sicher nicht lieben.
Er seufzte leise, sah kurz liebevoll zu Tristan hinauf, ehe er ihn vorsichtig und ein wenig angespannt ins Zimmer führte, kurz stehen blieb, sich umsah, wobei sein Blick auf das doch recht große Bett fiel, bevor sein Blick über den Schrank und den Schreibtisch wanderte, dann noch kurz zum Nachttisch neben dem Bett und hin zu den großen Fenstern. Ein recht hübsches Hotelzimmer und eindeutig eines der besseren, da er nun auch noch eine Minibar ausmachen konnte.
Ein klein wenig unschlüssig stand er nun kurz herum, bevor er sich etwas unsicher einfach mal aufs Bett zubewegte, nicht wusste, wo sie denn sonst hin sollten. Vorsichtig ließ er sich am Ende auf die Kante sinken und strich sich durchs Haar, scheinbar nervös und wahrlich verunsichert. Das war neu für ihn..in gewisser Weise. Also nun ja, wäre er mit Tristan allein, würde das anders aussehen, aber dadurch das nun noch jemand hier war, den er nicht kannte. Das machte es doch zu etwas anderem.
„Und...und...wie läuft das jetzt eigentlich?“, fragte er leise, ehe er sich auf die Unterlippe biss und zu dem Fremden hinsah „Und...können wir das später immer noch abbrechen, wenn...was sein sollte? Wenn ich es nicht mehr will...dann ist das doch kein Problem, oder?“, bei der letzten Frage konnte man wieder einen Hauch von Panik aus Aidans Stimme heraus hören und er hoffte, dass es wirklich nichts ausmachen würde. Das man ihn zu nichts zwang und er auch gehen konnte, wenn es ihm zu viel wurde. Wie Tristan in einem solchen Fall entscheiden würde, ob er mit ihm ging, oder er noch seinen Spaß haben wollte...das traute sich Aidan nicht ihm vorzugeben. Fürs Erste wollte er nur eine Absicherung haben, dass man ihn nicht aufhalten würde, dass er jederzeit sagen konnte und durfte, wenn etwas nicht in Ordnung war. Er wusste immerhin nicht, ob das nur zwischen ihm und Tristan allein eine Selbstverständlichkeit war und bei anderen Leuten andere Regeln galten.
Sachte zupfte er daher an Tristans Hand, zog ihn leicht zu sich her, da er sich wieder anschmiegen wollte. Ihm war die Situation einfach zu....ungewohnt und er war ohnehin noch merklich verspannt, würde wahrscheinlich noch eine Weile brauchen, bis sich das legte. Dem Fremden vertraute er nämlich noch immer nicht so wirklich und solange das der Fall war, würde Aidan sich auch nicht komplett entspannen können. Aber zumindest beruhigte ihn Tristans Gegenwart ein ganzes Stück weit und er lächelte auch immer wieder mal zu ihm hinauf, lehnte sich am Ende auch wieder zu ihm, wandte sich leise murmelnd an ihn. „Aber egal was...du wirst auch auf mich achten, nicht wahr? Und du wirst mir doch auch nicht böse sein...oder? Wenn es mir zu viel wird. Du kannst dann gerne bleiben, ich mag dir nicht den Spaß verderben und ich Vertrau dir genug...“, diese Worte waren nur für Tristans Ohren bestimmt und die ozeanblauen Augen des Halbengels blickten zu Tristan hinauf, vertrauensvoll und doch unsicher und leicht flehend.

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Di Jul 26, 2016 12:06 am

Deutlich konnte Tristan spüren, wie Aidan sich entspannte, und war froh darüber. Ein entspannter Aidan war zugänglicher, mutiger - und vor allem versank er nicht in Panik, die bei ihm so schnell um sich greifen konnte, dass nichtmal der Dämon es jedes Mal rechtzeitig genug erkannte, diese Angst sich zu weit in Aidans Gedanken und Gliedern verteilte und somit nicht mehr zu stoppen war.
Leise hörte er Aidans Worte, und ein zartes Lächeln spielte um seine Mundwinkel, während er Aidan noch einen Moment fest hielt, ja, sogar noch ein wenig stärker in seine Arme schloss - die einzige Antwort, die der Mischling erhalten würde, und doch von großem Wert, so irgendwie. Schließlich hatte es lange gedauert, bis es Tristan möglich gewesen war, Aidan diese Gefühle, die er für ihn hegte, zu zeigen - ja, sie überhaupt zuzulassen. Noch länger hatte es aber gedauert, bis er auch vor Fremden zu diesem wundervollen Mischling hatte stehen und eine solch innige Berührung zulassen können.
Aidans Verwirrung spiegelte wohl seine eigene - doch diesmal war es der Mischling, der ihm Sicherheit gab - geben musste, dass er sich auf dieses Experiment einlassen konnte. Doch Aidan machte seine Aufgabe gut - und obwohl Tristan es nicht sehen konnte, so meinte er den zurechtweisenden Blick des Mischlings zu spüren, als er stolperte und gefangen werden musste. Und doch waren es nicht die Arme des Mischlings, die ihn auffingen...
Vor der Tür stieg Aidans Nervosität wieder, Tristan konnte es nur zu deutlich am Druck seiner Hand lesen, wenngleich er es nicht sehen konnte und es dem Mischling sicherlich nicht bewusst war, zumindest nicht jetzt und nicht so deutlich, wie es der Dämon jetzt wahrnehmen konnte.
Lächelnd nahm Tristan zur Kenntnis, dass Aidan den Mut fand, den hornlosen Dämon zurechtzuweisen. Das war, wie er fand, ein wichtiges Zeichen - und insgesamt ohnehin wichtig, um den Abend gut zu überstehen. Denn wie sollten sie wissen, wann Aidan etwas missfiel? Da war es wichtig, dass er auch mit dem Fremden redete, ihn zurechtwies oder auf einen Missstand aufmerksam machte. 

Statt die Umgebung mit den Augen wahrzunehmen, wie Aidan es tat, verließ Tristan sich auf seinen Geruchssinn. Sauber roch es hier, und nach Holz. Doch er glaubte, auch das Aftershave des Fremden riechen zu können, fein und herb. Genauso, wie es in gewisser Weise auch die Persönlichkeit dieses Mannes war, der so feinfühlig unterscheiden konnte, wie viel er ihnen zumuten konnte - und der gleichzeitig seine Grenzen auszutesten schien.
Irritiert folgte Tristan Aidan, als er ihn nach kurzem Stopp weiterzog, wusste nicht, wo er ihn hinbringen wollte. Wieder hinaus? Nein, dann hätten sie sich umdrehen müssen. Aber wohin wollte er denn sonst?
Erstaunt hob Tristan die Augenbrauen - erstaunt und ungläubig - als er das leise Ächzen eines Bettes vernahm, die Verbindung zu Aidan abbrach. Sollte der Mischling sich wirklich derart schnell an den Gedanken gewöhnt haben, alle Gedanken über Bord geworfen? Das konnte nicht sein. Hatte er auch nicht. Zumindest zeigten das seine Worte - und es war wirklich so, dass Tristan erleichtert war darüber, wenngleich er auch gerne mit Aidan geschimpft hätte, dafür, dass er fragte, ob es okay war, seinen Unmut zu äußern. Was sollte es sonst sein? Doch er blieb stumm, wusste, dass diese Frage nicht an ihn gerichtet sein konnte und wollte außerdem selbst wissen, welche Antwort der Fremde geben würde. Denn diese Antwort war wichtig, auch für ihn. 
Noch immer mit geschlossenen Augen wartete Tristan auf eine Antwort, auf ein Zeichen des Fremden - doch erst zog Aidan ihn zu sich, und vorsichtig ließ er sich auf das Bett sinken, spürte Aidans warmen Körper neben sich, lauschte nun Worten, die nur an ihn gerichtet schienen. Sie erklangen, noch bevor der Fremde antworten konnte - wobei es auch nicht so schien, als hätte er es in naher Zukunft vor. "Natürlich achte ich auf dich", versprach Tristan flüsternd, "Und nein, ich werde dir nicht böse sein. Wieso auch? Das hier macht nur Sinn, wenn wir beide etwas davon haben." Allerdings musste er schlucken über den Vertrauensbeweis Aidans - wenngleich er auch noch nicht wusste, wie er reagieren würde, sollte es dem Mischling zu viel werden. Fair wäre nur, ihm dann zu folgen.


Die beiden waren interessant. Ja, er was war interessant, ihnen zuzusehen, zu erkennen, wie sehr Tristan darauf baute, dass Aidan ihn führen würde - scheinbar eine durchaus neue Situation, so unsicher, wie sich beide anfangs verhielten. Noch erstaunlicher war aber, wie genau der Dämon seinen Freund einzuschätzen vermochte, nicht darauf vertraute, dass das leise Knarzen des Bettes schon das letzte Einverständnis gewesen war. Und Tristans Mimik sollte letztlich Recht behalten.
Aufmerksam wurde den Worten gelauscht, die der Mischling Aidan vorbrachte - und obwohl er die leichte Panik spürte und hören konnte, ließ er ihn noch einen Moment zappeln, schloss leise die Tür und wandte sich dann an den Dämon. "Du darfst deine Augen jetzt wieder öffnen." Anschließend richtete er sein Hauptaugenmerk auf Aidan.
Es war ein fast schon zärtliches Lächeln, das er dem Mischling zuwarf, ehe er sich langsam - endlich - in Bewegung setzte, gemächlich und scheinbar ohne bestimmtes Ziel und gleichzeitig doch eindeutig das Bett ansteuernd. "Wie es jetzt weiter geht?" ein sanftes Schmunzeln in der tiefen Stimme. "Das entscheidest zumindest zum Teil du. Und genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass du die ganze Sache abbrichst, wenn du dich nicht wohl fühlst."
Inzwischen stand er vor dem Mischling Aidan. Langsam beugte er sich nach vorn, trieb den Kleinen so allmählich nach hinten, mit dem Rücken auf die Matratze. Doch er berührte ihn nicht, ließ Platz zwischen ihren Körpern. "Darf ich?", raunte er, sah demonstrativ auf die bebenden Lippen. Vielleicht konnte er dem Kleinen mit dieser Entscheidungsfreiheit ja sogar die Angst ein wenig nehmen?

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BeitragThema: Re: Night of thousand faces.   Mi Aug 10, 2016 7:23 pm

Aidan war erleichtert, zu hören, das Tristan zu einem auch ein Auge auf alles haben würde und ihm vor allem nicht böse sein würde, sollte er es wirklich abbrechen wollen. Wenn es ihm letztlich doch zu viel wurde, er wieder in schlechten Erinnerungen versank. Er lächelte schwach, streichelte Tristan über die Wange und beugte sich vor, dem Dämon einen zarten Kuss auf die Lippen hauchend, genauso wie ein leises „Danke..“, bevor er den Kopf aber wendete, hörte, wie eine Tür geschlossen wurde und der Fremde am Ende wieder auf sie beide zu kam, zuvor aber endlich auch Tristan erlaubte, die Augen zu öffnen, woraufhin dieser direkt noch ein liebevolles Lächeln von Aidan geschenkt bekommen würde, ehe sich der Halbengel wieder an den anderen Dämon wandte, mit einer ganz kleinen Hauch misstrauen beobachtete, wie er näher kam, Aidan sich leicht verspannte – bis er endlich die Antwort bekam, die er hatte hören wollen. Sofort entspannte er sich wieder, atmete erleichtert auf. Seine größte Angst war tatsächlich gewesen, dass die Antwort anders ausfiel, man es ihm verbat, zu gehen, gar mit irgendwelchen Bestrafungen drohte, sollte er einen Rückzieher machen wollen. Aber dem schien nicht so.
Also ist dann alles in Ordnung und es wird nichts passieren?“, fragte er, vorsichtshalber, wie um eine Bestätigung zu bekommen, dass hundertprozentig nichts geschehen würde.
Allerdings blinzelte er verwirrt, als der Fremde nicht vor dem Bett anhielt, weiter auf ihn zu kam, sich über ihn beugte und so dazu zwang, zurückzuweichen, bis er in den Kissen lag, der Fremde über ihm thronte.
Einen Moment lang jagte es ihm Angst ein, bevor er aber einfach ein paar mal tief durchatmete, sich wieder beruhigte und entspannte, nervös und irgendwie scheu zu dem anderen Dämon aufsehen, die Augen nur etwas überrascht weitend, als er diese Frage gestellt bekam. Ob er durfte? Was? Ihn küssen? Aidan nagte sich leicht unsicher an der Unterlippe, blickte zu Tristan hinüber, ratlos irgendwie und zugleich stumm fragend, ob es Tristan etwas ausmachen würde. Wobei...Küsse würden wohl an diesem Abend ohnehin noch das...harmloseste sein, dass sie alle miteinander teilen würde und Tristan schien nicht so, als ob es ihn allzu sehr stören würde.
So wanderte der Blick dieser dunkelblauen Augen wieder zum Bemalten zurück, bevor er kaum merklich nickte, sich selbst ein wenig aufrichtend, um den geringen Abstand zu überwinden und dem fremden Mann einen recht flüchtigen Kuss auf die Lippen zu hauchen, ehe er sich direkt wieder zurück zog, den Kopf zur Seite wandte, errötete und etwas verlegen die Wand musternd.
Und man ließ ihm die Zeit, blieb einfach über ihn gebeugt, schien zu warten, mit einem sanften Ausdruck in den Augen. „Ist gut, du musst dich zu nichts zwingen. Deswegen habe ich auch gefragt....“, wisperte der Dämon leise, schien sich schon wieder zurückziehen zu wollen, aber Aidan schüttelte den Kopf, richtete sich wieder auf und griff mit einer Hand nun entschlossen nach dem Nacken des Dämons, zog ihn wieder zu sich und küsste ihn ein weiteres mal.

Diesmal aber zog er sich nicht wieder zurück und er konnte den Fremden fast schon Lächeln spüren, während dieser den Kuss zwar erwiderte, aber nur sanft und überließ Aidan die Führung.
Der Halbengel sollte immerhin verstehen, dass er hier tatsächlich etwas zu sagen hatte, bestimmen konnte, wie was geschehen sollte. Die Hände ließ er aber noch bei sich, wollte es noch nicht wagen, Hand an ihn zu legen, da er spürte, wie der Halbengel noch immer leicht bebte, vielleicht aus Unsicherheit, vielleicht auch einfach vor Aufregung. Der Kleine schien wohl noch nie jemand anderen außer seinen Partner geküsst zu haben und er konnte verstehen, dass es für den Mischling eine ungewohnte Situation darstellen mochte.

Und Aidan verspürte wirklich so etwas wie Aufregung, ihm pochte das Herz heftig in der Brust, während er dem Dämon mit den Fingerspitzen über den Nacken strich, wieder mal überrascht davon, wie sanft der andere war, ihm in gewisser weise sogar ein Gefühl von Sicherheit übermittelte. Letztlich löste sich Aidan dann aber doch von ihm, nicht zuletzt weil es eben tatsächlich ein ungewohntes Gefühl war, jemanden Fremdes zu küssen – und das auch noch vor Tristans Augen! Sein Blick ging daher schon wieder zu dem Blauhaarigen, wie um sich zu versichern, dass man ihm jetzt doch nicht sauer war. Aidan war ohnehin leicht verwirrt. Er war so tierisch Eifersüchtig gewesen, da kam es ihm fast schon falsch vor, dass ihm der Kuss irgendwie...gefallen hatte? Hatte sich tatsächlich auch etwas sicherer gefühlt, dadurch, dass man ihm sogar die Oberhand überlassen hatte. Ein scheues, fast schon dankendes Lächeln zierte die vom Küssen leicht geschwollenen Lippen des Halbengels, als der nun wieder in diese unfassbar dunklen Augen blickte, leicht blinzelnd, als ihm eine weiße Haarsträhne über die Augen fiel – doch bevor er selbst etwas tun konnte, hob der andere vorsichtig die Hand, strich ihm die Strähne zärtlich hinters Ohr und Aidan schauderte leicht dabei, ohne aber zurückzuschrecken. Eher entkam ihm sogar noch ein leises keuchen, als die Finger hauchzart an seinem Hals hinab strichen und er schloss fast schon genüsslich die Augen, den Kopf leicht zur Seite neigend. Nur um ihm nächsten Moment leicht zurückzuzucken, nicht verschreckt, aber wieder irgendwie unsicher, auch verwirrt. Verwirrt davon, dass er sich tatsächlich von jemand Fremden hatte anfassen lassen und es auch noch genossen hatte. Das alles war verwirrend. Er sollte das nicht genießen. Weder den Fremden zu küssen, noch sich von ihm anfassen zu lassen, erst recht nicht, wenn doch Tristan das alles sehen konnte. Er hatte doch Tristan gesagt, dass er nur diesem gehörte und ihm treu bleiben würde.
War das hier dann überhaupt rechtens? Wobei, Fremdgehen konnte es auch nicht sein, weil Tristan ja dabei war und ja auch mit allem Einverstanden zu sein schien.

Ein leises Lachen holte ihn wieder aus seinen Gedanken und er blickte auf, in die amüsiert funkelnden Augen des hornlosen Dämons. „Du solltest aufhören so viel zu denken, Kleiner. Wer zu viel denkt, kann weniger genießen..“, raunte er leise, bevor er sich aufrichtete, Aidan wieder Freiraum ließ, den dieser auch nutzte, um etwas weiter aufs Bett zu rutschen,bis er in der Mitte saß. Immer noch scheinbar überfordert mit allem.
Und oh, wie die Eifersucht fast schlagartig wieder zurück kam, als der Fremde sich nun zu Tristan wandte,sich diesem einfach am Nacken zu einem Kuss heran zog, bei dem er allerdings nicht mal Ansatzweise so sanft und zurückhaltend war, wie bei dem Mischling. Er biss ihm sogar neckend in die Unterlippe, während seine zweite Hand sich an diesem lächerlichen Stehkragen vergriff, den der Dämon sich angesteckt hatte und diesen direkt als Erstes verschwinden ließ. Wahrscheinlich nur das erste Stück Kleidung, das im laufe der Zeit auf dem Boden landen würde.
Die Schnallen des Umhangs lösten sich als nächstes,womit der schwere Stoff ohne weiteres zutun von Tristans Schultern rutschen dürfte.
Und während Aidan sich das noch halbwegs ruhig mit angesehen hatte, so war er eindeutig nicht mehr gewillt, einfach neben an zu sitzen, als die Fingerspitzen des Fremden dem Blauhaarigen über die Brust strichen, die linke Brustwarze durch den Stoff hindurch kurz zwischen den Fingern drehte und dann weiter wanderten. Der Mischling konnte ja schlecht wissen, dass es durchaus auch ein wenig darauf ausgelegt war, ihn ein klein wenig zu einer Reaktion zu provozieren. Welche dann auch folgen würde, da Aidan im nächsten Moment die Hand des Dämons abfing, die Augen leicht dunkel verfärbt, und ihn mit einem leisen knurren von Tristan weg schob, sich einfach zwischen sie drängte und sich auf Tristans Schoß hockte. Das konnte der Kerl vergessen, wenn hier jemand Tristan ausziehen dürfte, war ja wohl er das, so als dessen Partner. Sollte der andere sich hinten anstellen!
Das tiefe Lachen, dass dem anderen entkam, bekräftigte Aidan nur in diesem Gedanken.

Allem Anschein schien es eindeutig nichts schlechtes zu sein, den Halbengel ab und an ein wenig zu provozieren, denn da, wo er sonst eher verunsichert war, wurde er plötzlich dann doch mutig und ergriff endlich mal ein wenig die Initiative.

( ich hoffe das ist alles okay so o.o )
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